Traumpfad Streuobstwiesenweg
Frühlingserwachen und Blütenpracht
Zur Blütenzeit wandern wir auf dem Traumpfad durch ein weiß-rosa Blütenmeer und die Landschaft ist durchtränkt mit dem wohlduftenden Aroma des Frühlings.
Daten und Fakten
Rundwanderweg
Wegstrecke: 9,0 Kilometer
Gehzeit: ca. 3 Stunden
Höhenmeter: 246 hm
Start / Ziel:
- 56218 Mülheim-Kärlich // Über den Boschwingerten
- Sportplatz Dalfter
Heute führt uns der Weg nach Mülheim-Kärlich. Die rund 11.000 Einwohner zählende Stadt liegt geografisch gesehen an den Ausläufern der Osteifel und näher betrachtet am Westrand des „Koblenz-Neuwieder-Beckens“.
Der Landstrich rund um Mülheim-Kärlich zählt zu den größten zusammenhängenden Obstanbaugebieten der Region. Vor allem Schattenmorellen und Süßkirschen werden hier angebaut. Kein Wunder also, dass der Traumpfad Streuobstwiesenweg genau hier beheimatet ist.
Fun-Fact: Als Jugendliche habe ich hier öfter bei der Kirschernte geholfen und dementsprechend mein Taschengeld aufgebessert.
Los geht's
Vom Portal am Sportplatz Dalfters starten wir in die empfohlene Laufrichtung auf die heutige Wanderroute. Zu Anfang über einen breiten Waldweg, der bereits kurz darauf in einen schmalen Pfad übergeht, legen wir die ersten Wandermeter zurück. Mit Spannung erwarten wir die herannahende Blütenpracht, die uns recht bald in ihrer ganzen Vielfalt zu Füßen und Pfoten liegt.

Mit dieser blühenden Begrüßung marschieren wir weiter und erreichen die Kettiger Grillhütte.
Die Hütte scheint im Inneren sehr geräumig zu sein, zudem macht das äußere Erscheinungsbild einen sehr gepflegten Eindruck. Nach kurzer Begutachtung und einem Fotoshooting mit Luke ziehen wir ohne weiteren Aufenthalt gemütlich von dannen.

Weiter geht's im Wandertakt
Bereit für den nächsten Augenschmaus wandern wir im schattigen Schutz von Bäumen und Sträuchern dem Obstlehrpfad entgegen, der allerlei Informationen bezüglich des hiesigen Obstanbaus der Region parat hält.
Nach dessen Erkundung sind die nächsten knapp zwei Kilometer abermals geprägt von Sträuchern und wirrem Geäst. Nach diesem Abschnitt öffnet sich der Weg erneut und hält wunderschöne Fotomomente in petto.

Im Frühjahr erstrahlt der Streuobstwiesenweg in einem Blütenmeer, ein grandioses Schauspiel der Natur.

Kurzweilig ist die Wanderroute und führt uns von der eroberten Arenzwiese hinunter ins Kettiger Bachtal. Munter fließt der kleine Bachlauf durch das Tal und bietet Luke die Möglichkeit zum Pfoten kühlen. Diese Einladung nimmt er selbstverständlich freudig an. Zudem lässt er sich hier und dort einen frischen, grünen Grashalm der üppigen Wiesen schmecken.

Im gemächlichen Gleichschritt wandere ich mit Wanderbuddy Luke im weiteren Wegverlauf hinauf zum „Kärlicher Berg“. Linksseitig strecken die ersten gelben Rapsblüten ihr Haupt gen Himmel und rechtsseitig begleiten uns Holunderbüsche und kleine Obstbäume.
Kurz und knackig ist der Anstieg, die Aussicht, die wir dann jedoch genießen dürfen, ist jeden Höhenmeter wert. An einer Aussichtsschaukel machen wir es uns gemütlich und verspeisen unseren mitgebrachten Proviant. Ach, geht es uns gut.
Frisch gestärkt säumen wir auf einem Forstweg weiter und finden dabei nette Erlebnisstationen, die Frauchen natürlich ausprobieren muss. So zum Beispiel das Dendrophon.

Das Dendrophon ist ein hölzernes Stabschlagspiel. Eine beliebte Installation auf Waldlehrpfaden.
Zu dieser Jahreszeit macht der Traumpfad seinem Namen alle Ehre. Entlang einer Obstplantage mit sicherlich Millionen von Blüten, die einen magischen Duft versprühen, geht es nach einiger Zeit Richtung Tongrube Karl Heinrich, die allerdings hinter dichtem Buschwerk nur zu erahnen ist.

Auf einem kleinen Pfad, neben einem breiten „Hauptweg“, erreichen wir schließlich die Bergkapelle am Trumbster Weg. Die kleine Kapelle lädt zu einer besinnlichen kleinen Pause ein.
Wir marschieren weiter. Zunächst über einen schmalen Pfad, führt uns kurz darauf ein Wiesenweg mit Panoramblick zurück in die offene Streuobstwiesenlandschaft.


Nochmals genießen wir die weiße Blütenpracht, die sich uns heute mit ihrer ganzen Schönheit präsentiert. Zudem ist das Wetter einfach bombastisch. Blauer Himmel, Sonnenschein und angenehme Temperaturen, ideales Wanderwetter.
Millionen von Blüten im Umland von Mülheim-Kärlich. Einfach wunderschön.

Bevor der Wanderweg seinen Endspurt einlegt, erhaschen wir nach einem Richtungswechsel den Blick ins Rheintal. Die Kulisse ist unglaublich. Wir stehen inmitten der Blütenpracht und schauen im Umland auf Industrieanlagen und reichlich Natur. Kontrastreicher könnte es nicht sein.

Panoramablick ins Koblenz-Neuwieder-Becken. Natur trifft Industrie!
Endspurt
Schlussendlich lassen wir das Rheinpanorama und die Streuobstwiesen hinter uns und finden uns nach einer Passage über pfadige Waldwege schließlich wieder am Sportplatz Dalfter ein.

Fazit:
Zur Blütenzeit ist der Traumpfad ein wahres „Schmankerl“. Im Frühjahr säumen Millionen von Blüten den Wanderweg, der gut machbar ist. Die Höhenmeter halten sich in Grenzen. Der Streckenverlauf führt meist über Wiesen- oder Forstwege. Streuobstlandschaft halt, darüber sollte man sich im Klaren sein. Nette Pfade sorgen für Abwechslung. Im Frühling ist der Traumpfad sicherlich ein Highlight. Im weiteren Jahresverlauf könnte er eventuell etwas öde sein. (Wie immer persönliche Geschmackssache.)
Tipp: Im Frühjahr füllt sich im Tagesverlauf der Traumpfad zusehends, deshalb aufgrund der Parkplatzsituation früh da sein! Die Blütezeit ist jedes Jahr witterungsabhängig.
Durchgängig gut mit Hund machbar. Keine besonderen Fähigkeiten vonnöten. Grundkondition wäre von Vorteil. Im Sommer werden die Strecken durch die offene Landschaft sicherlich sehr heiß. Wasser muss mitgenommen werden.
Hundetauglichkeit: